Der demografische Wandel bedingt eine mitarbeiter- und zugleich gewinnorientierte Personalpolitik. Diese wird zum Schlüsselelement erfolgreicher Unternehmensführung, gerade in Branchen, die von menschlicher Leistung überproportional stark abhängig sind.
„Es stellt sich daher nicht mehr die Frage, ob Kooperationen zur Mitarbeiterakquise und Personalentwicklung sinnvoll sind, sondern, wer sie sich diese am besten zunutze macht.“
Prof. Dr. Hartwig Bohne, SRH Berlin University of Applied Sciences Dresden School of Management
Winehead liefert in Zusammenarbeit mit Prof. Hartwig Bohne umfangeiche praxisorientierte Lösungsansätze und konkrete Hilfestellungen für eine effektive Umsetzung.
Winehead bietet an der täglichen Praxis ausgerichtete Weiterbildung für Mitarbeiter der Gastronomie & Hotellerie an. Nützliche theoretische Inhalte werden durch Diagramme anschaulich aufbereitet und durch lehrreiche praktische Übungen ergänzt.
Um eine hohe Interaktion zwischen Dozenten und Teilnehmern zu gewährleisten, finden die Kurse & Seminare in kleinen Gruppen statt. In geeigneten Veranstaltungsräumen lassen sich auch größere Gruppen betreuen.
- Ausbau fachlicher Kompetenz
- Stärkung kommunikativer Fähigkeiten
- Erhöhte Motivation
- Mitarbeiterbindung
- Effiziente Kommunikation zwischen Gästen und Mitarbeitern
= Zufriedene Gäste
Unsere Kurse & Seminare vermitteln nützliches und unmittelbar anwendbares Fachwissen. Es werden Kenntnisse über den Herstellungsprozess und die wichtigsten Inhaltsstoffe vermittelt.
Teilnehmer lernen:
- verschiedene Produkttypen ( z.B. Gewürze, Öle, Wein, Bier, Spirituosen) kennen und deren Eigenschaften zu benennen
- Speisen und Getränke zu kombinieren
- Besondere Aufmerksamkeit wird der Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Gästen gewidmet
- Praktische Übungen wie z.B. simulierte Kundengespräche
- Training des Sinne: Riechen, Schmecken, Haptik
- Verkostungen
Es ist an der Zeit, Lebensmittelsensorik in den Berufsalltag in Gastronomie & Hotellerie, Bäckereien und Fleischereien zu integrieren, denn sensorische Kenntnisse haben folgenden Mehrwert:
1. Sie dienen der Lebensmittelsicherheit, denn sensorisch geschulte Mitarbeiter können Beschaffenheit, Zustand und Anwendungsmöglichkeiten der verwendeten Lebensmittel besser einschätzen.
2. Die Auswahl der Speisen bekommt eine nachvollziehbare Grundlage, die sich an den Erwartungen der Gäste orientiert, wodurch ein breiteres sensorisches Spektrum abgedeckt werden kann.
3. Foodpairing: Die Kombination von Speisen und Getränken lässt sich effizienter gestalten und erklären; was passt wozu und warum.
4. Sie ermöglichen fundierte, verständliche Beratung und verbessert die Kommunikation mit Gästen.
5. Kostenoptimierung: Der sensorische Vergleich von Zutaten und Inhaltsstoffen ermöglicht die Verwendung kostengünstiger Produkte ohne Qualitätseinbußen.
6. Sie regen die Fantasie an und fördern somit Innovationen, bspw. bei der Weiterentwicklung regionaler Speisen.
7. Lebensmittel/Speisenqualität: Der
Genusswert stellt einen wesentlichen Teil der Qualitätsbewertung dar.
Die Lebensmittelsensorik ist erst seit den 1930er Jahren in das Bewusstsein der Menschheit gerückt. Ausgangspunkt war die Notwendigkeit der Lebensmittelindustrie in den USA, eine nachvollziehbare und reproduzierbare sensorische Produkt-beschreibung zum Ziele der Vereinheitlichung von sensorischen Standards zur Kommunikation der Produzenten mit Lieferanten und Konsumenten zum Zwecke der Produktakzeptanz zu schaffen. Somit ist die Lebensmittelsensorik eine neue Disziplin der Wissenschaft, besonders in Deutschland, wo sie erst seit der Implementierung in Herstellungsprozesse der Lebensmittelindustrie nach und nach Einzug ins gesellschaftliche Bewusstsein und in den Bildungsalltag findet. De facto hat die internationale Forschung erst seit 2000 an Bedeutung gewonnen (Dr. Eva Derndorfer, Lebensmittelsensorik, 2006). Die Grundlagen für diesen Bedeutungszuwachs haben Linda Buck und Richard Axel in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch die Entschlüsselung der Funktionsweise des menschlichen Geruchsinns geschaffen und dafür 2004 den Nobelpreis für Physiologie und Medizin erhalten.
Seit diesem wissenschaftlichen Durchbruch hat die Lebensmittelsensorik einen festen, wissenschaftlich abgesicherten Platz in der Lebensmittelproduktion für die Bereiche Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle, Produktentwicklung und Marktakzeptanz von Lebensmitteln.
Dies schlägt sich bspw. in der Tätigkeit der DLG (Deutsche Lebensmittel Gesellschaft) nieder:
Methoden und Testkriterien - DLG TestService GmbH (dlg-testservice.com)
„Das Bewerten von Lebensmitteln mit allen Sinnen, ob sie genießbar sind oder uns vergiften können, ist eine zentrale Überlebensstrategie des Menschen". Dabei sind nur die Grundgeschmacksarten und ihre Verknüpfung mit den Emotionen im Gehirn angeboren und genetisch festgelegt".
Nachrichten_aus_der_Wissenschaft_01_2020.pdf (bdsi.de)
Prof. Dr. Guido Ritter, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Sensorik (DGSens) e.V.; Institut für Nachhaltige Ernährung der Fachhochschule Münster
Auch von der deutschen Wissenschaft ist die Relevanz erkannt worden: „In der Lebensmittelsensorik werden sensorische und damit wichtige qualitätsbestimmende Eigenschaften wie z.B. Farbe, Geruch, Geschmack, Form, Zartheit, Reife und der Genusswert von Lebensmitteln untersucht". Die Lebensmittelsensorik nimmt heute im wissenschaftlichen Umfeld der Lebensmittelbeurteilung einen festen Platz ein. Basis aller sensorischen Verfahren sind Sinneseindrücke, die über die Augen, die Nase, den Mund- und den Rachenraum bei der Betrachtung und beim Verzehr von Lebensmitteln entstehen“.
Prof. Bernard Tauscher, Institut für Chemie und Biologie, Bundesforschungsanstalt für Ernährung, Karlsruhe
In Forschung, Entwicklung und Herstellung von Lebensmitteln ist die Bedeutung der Lebensmittelsensorik als wesentlicher Bestandteil dieser Prozesse erkannt worden.
In der Aus- und Weiterbildung jedoch hat das Thema Lebensmittelsensorik noch nicht die ihr gebührende Bedeutung erreicht.
Winehead hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Beitrag zur Schließung diese Lücke zu leisten und wissenschaftliche Erkenntnisse in berufsbezogener Form für die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern aller mit Lebensmitteln befasster Berufe zu entwickeln und den entsprechenden Bildungseinrichtungen zugänglich zu machen.
Als Beispiel für die „Präsenz“ der Lebensmittelsensorik sei aktuell verwendete Fachliteratur erwähnt:
Titel: Der junge Koch/Die junge Köchin
von Frank Brandes (Autor), Heike Harten (Autor), Conrad Krödel (Autor), Marco Voll (Autor), Thomas Wolfgang (Autor)
Verlag Pfanneberg, Edition 38, Veröffentlichungsdatum 20. Oktober 2022
Lernfeld 3 In der Küche arbeiten
Kapitel 1.1 Qualität von Lebensmitteln
„Lebensmittel haben eine hohe sensorische Qualität, wenn diese z.B. ansprechend aussehen und gut schmecken“. Seite 193
Lernfeld 7 Gerichte aus Fleischteilen
Kapitel 1.4 Bedeutung und Sensorik
Sensorik wird in der Überschrift erwähnt, jedoch nicht im dazu gehörenden Text. Seite 666
Lernfeld 8 Gerichte aus Fisch
Kapitel 1.2 Einteilung der Fische
Sensorische Qualität von Fisch
„Sie bestimmt die Verwendungsmöglichkeit und meist auch den Preis.
- Feinfische haben ein festes, aromatisches Fleisch und sind grätenarm.
- Konsumfische sind von durchschnittlicher Qualität und haben oft weniger festes Fleisch mit gröberen Segmenten.“ Seite 718
Lernfeld 12 Speisenangebote für Veranstaltungen
Kapitel 2.9 Veränderungen beim Garen von Fleisch
„In vielen Gerichten steht Fleisch im Mittelpunkt. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die sensorische Qualität von Fleischgerichten. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, sollten Sie wissen, was beim Garen im Fleisch passiert. So können Sie Fleisch gezielt verändern, um die Erwartungen der Gäste zu erfüllen. In den nachfolgenden Kapiteln werden das Schmoren und Grillen von Fleisch näher erläutert. Die Grundlagen hierzu finden sie in diesem Kapitel. Im Anschluss an die dann folgenden Zerlegetechniken werden verschieden Schmorgerichte und Grillgerichte erläutert“. Seite 905
Lebensmittelsensorik soll auf zwei Schienen den Weg in den beruflichen Alltag finden:
1. als berufsbegleitende Weiterbildung für die aktiven Mitarbeiter der jeweiligen Berufsgruppen (Bäckereien, Fleischereien, Gastronomie, Hotellerie und Lebensmittelindustrie) sowie an jene Unternehmer und Führungskräfte, insbesondere in Klein- und Kleinstunternehmen, die in den Bereichen Produktion, Verkauf, Vertrieb, Küche und Service involviert sind, angepasst werden.
2. Als Bestandteil der Ausbildung von Lehrkräften an Universitäten, Berufsschulen, betriebliche Ausbilder usw.
Winehead hat, zur Erstellung der Lehrinhalte und der Unterrichtsmaterialien, in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Lebensmittelchemie der TU Dresden im Wintersemester 2024 eine Arbeitsgruppe Methodik und Terminologie Lebensmittelsensorik am Beispiel Wein gegründet.
Ziel die Arbeitsgruppe ist es, Lehrinhalte auf wissenschaftlicher Basis für die Verkostung von Lebensmitteln, hier fokussiert auf Wein, zu erstellen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen anschließend an die Anforderungen der verschiedenen Zielgruppen angepasst werden.
Wein & Tapas Bar Barceloneta
geschlossen seit 30. JUni 2023
Hier finden sie unsere prämierte Wein & Getränkekarte als Beispiel für Kompetenz und Kundenorientierung.
Miguel Matthes
Sommelier - Winemaker